TELEFON GEGENGEWALT

Gekürzter Projektbeschrieb Telefon-gegen-Gewalt (TGG)
Frauen sind in dieser Gesellschaft ständig von Gewalt verschiedenster Art betroffen. Die Gewalt gegen Frauen und Kinder wirkt sich physisch, psychisch und wirtschaftlich aus. Die
verschiedenen Formen dieser Gewalt sind jedoch keine Einzelfälle oder für sich stehende
Situationen von Einzelpersonen, sondern sie sind sozial und strukturell in der Gesellschaft
verankert. Das Projekt Telefon-Gegen-Gewalt (TGG) möchte jeglicher Form von Gewalt an
Frauen mit kollektiv organisierter Unterstützung und feministischer, emanzipatorischer,
antirassistischer Vernetzung entgegentreten.
Die Geschichte des Projekts Telefon-gegen-Gewalt geht auf den Verein RoSara zurück. Vor
allem die Gefahr der häuslichen Gewalt hatte während des Lockdowns im Frühjahr 2020 enorm zugenommen. Es entstand ein dauerhaftes Hotline-Projekt, um die Unterstützung von Frauen rund um die Uhr zu ermöglichen. Das Projekt ist seit der Entstehung gewachsen. Juristisch wird das Projekt noch immer vom Verein RoSara getragen, doch es ist ein selbstständig organisiertes und unabhängig durchgeführtes Projekt einer Gruppe von Einzelpersonen, die teilweise im Verein RoSara wie auch in verschiedenen anderen Strukturen, Kollektiven und Organisationen aktiv sind. Die Stimme jeder einzelnen Person prägt das Projekt gleichermassen und es ist ein wichtiger Teil des strukturellen Selbstverständnisses des Telefon-gegen-Gewalt, dass es auf flachen Hierarchien beruht.
Das Projekt Telefon-gegen-Gewalt ist eine 24/7 erreichbare Hotline. Die Hotline kann von Frauen angerufen werden, die sich in einer Gewaltsituation befinden, die juristische Fragen bezüglich ihres Aufenthaltsstatus haben, administrative und/oder medizinische Unterstützung brauchen und/oder Orientierung und Unterstützung brauchen, um sich in ihrem (neuen) Alltag zurechtzufinden. Das Telefon-Gegen-Gewalt versucht wenn immer möglich bereits beim ersten telefonischen Kontakt die Kommunikation in der jeweilig gewünschten Sprache zu führen. Dazu arbeiten wir mit einem Pool an Übersetzer*innen zusammen, die das Projekt solidarisch unterstützen. Die Aufhebung der sprachlichen Barriere ist einer der Schwerpunkte des TelefonGegen-Gewalt. In einem möglichst empowernden und selbstbestimmten Rahmen soll gemeinsam das weitere Vorgehen beschlossen werden, sei es eine sinnvolle Weitervermittlung oder eine längerfristige Begleitung durch das Telefon-Gegen-Gewalt. Mit diesen Leitlinien bildet das Telefon-Gegen-Gewalt eine Alternative und Ergänzung zu bereits bestehenden anderen Angeboten.
Um die oben beschriebenen Ziele des Telefon-Gegen-Gewalt zu erreichen, ist es notwendig, das Netzwerk des Projekts zu vergrössern. Einerseits muss die Nummer bekannter werden, um mehr Menschen in Not zu erreichen. Andererseits müssen noch weiterreichende Kontakte mit professioneller juristischer, medizinischer, etc. Unterstützung geknüpft werden. Dazu braucht das Projekt Telefon-Gegen-Gewalt Unterstützung von Einzelpersonen, Projekten oder Organisationen, die sich am Telefon-Gegen-Gewalt beteiligen wollen und/oder es solidarisch unterstützen möchten.
Kontaktdaten:
Website: www.telefon-gegen-gewalt.ch

Telefon für gewaltbetroffene Frauen. – Telefon Gegen Gewalt (telefon-gegen-gewalt.ch)

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